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Arche Im Nauen |
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Jean Vanier | |||||||||||
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Jean Vanier wird am 10. September 1928 in Genf geboren. Sein Vater, damals militärischer Berater beim Völkerbund und späterer Generalgouverneur von Kanada, wird später nach London und Paris berufen. Jean verbringt seine Jugendjahre in England und Frankreich. Nachdem die Familie nach Kanada zurückgekehrt ist, entscheidet sich Jean im Alter von dreizehn Jahren für eine militärische Ausbildung am Royal Naval College in Dartmouth. Mit fünfzehn Jahren tritt er in die Marine ein und leistet als zwanzigjähriger Offizier Dienst auf dem kanadischen Flugzeugträger Magnificent. Seine dortige Laufbahn beendet er 1950 zugunsten eines Studiums der Philosophie. |
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In der Studienzeit lernt er Père Thomas Philippe kennen. Jean lebt und arbeitet während 6 Jahren zuerst als Mitglied, dann als Leiter in der christlichen Gemeinschaft "L'eau vive" in der Nähe von Paris . Dem 1962 mit dem Doktorat in Philosophie abgeschlossenen Studium folgt eine kurze Lehrtätigkeit am St.Michaels College der Universität Toronto.. Jean kommt 1963 das erste Mal mit Menschen mit einer Behinderung in Berührung. Er ist entsetzt von den menschenunwürdigen Bedingungen in den Einrichtungen. Nach langen Gesprächen mit Père Thomas entschliesst er sich, eine Gemeinschaft mit diesen Menschen zu gründen. Die tiefe Überzeugung bewegt ihn, dass es Gottes Wille ist, etwas für Menschen mit einer Behinderung zu tun, und dies führt ihn auch zum Entschluss, von einer Universitätskarriere abzusehen. |
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Jean hat keinerlei Erfahrung oder gar Ausbildung in diesem Bereich. Er hat auch kein heilpädagogisches Konzept, sondern er will aus seinem Glauben, seinen Idealen und seiner Überzeugung heraus eine andere Form des Zusammenlebens schaffen, in der Menschen mit einer Behinderung nicht in Anstalten untergebracht sind, sondern mit "Nichtbehinderten" einen gemeinsamen Weg der Entwicklung gehen können. Von Beginn an findet er viele Menschen, die bereit sind, ihm zu helfen. Es kommen immer mehr Menschen dazu, die von seiner Initiative begeistert sind und so wächst die Gemeinschaft immer mehr an. Hinzu kommt, dass er im Dezember 1964 von Dr. Préaut, dem Vorsitzenden des Verwaltungsrates des Behindertenheimes Val Fleuri, gebeten wird, die Leitung dieser Einrichtung zu übernehmen. Es leben dort 32 Männer mit einer Behinderung. Aus diesen bescheidenen Anfängen entsteht die Arche-Bewegung, die immer weiter expandiert. Zuerst beschränkt sich die Ausbreitung auf die Umgebung von Trosly, doch schon wenige Jahre später folgen Gemeinschaften in anderen Regionen Frankreichs. Auch in Kanada werden bald Häuser gegründet. Jean reist regelmäßig dorthin, um Philosophie-Vorlesungen an der Universität von Toronto zu halten. Ausserdem wird er gebeten, jährlich eine "Retraite", eine Art religiöse Besinnungswoche, zu gestalten. Gerade durch diese Seminare wird die Arche-Bewegung immer mehr Menschen bekannt und viele ergreifen daran anschliessend die Initiative, in ihrer Heimat ebenfalls eine Gemeinschaft zu gründen. Bedingt durch den ständigen unkoordinierten Zuwachs an Gemeinschaften sieht Jean in den 70er Jahren die Notwendigkeit, eine Struktur und gemeinsame Leitlinien zu entwickeln. Es entsteht als wichtige Grundlage die Charta der Gemeinschaften der Arche. 1981 nimmt er ein Sabbatjahr und übergibt seine Verantwortungsfunktion. Seither gibt er seine Erfahrungen im Zusammenleben mit geisting behinderten Menschen weltweit in Vorträgen und Veröffentlichungen weiter. Bis heute lebt Jean Vanier in einer Gemeinschaft in Trosly-Breuil. (Quelle: Christa Heinrichsmeier: "Camphill" und "Arche". Lebensqualität in der Gemeinschaft, erschienen in: Behinderte in Familie, Schule und Gesellschaft Nr. 6/2000; Reha Druck Graz S. 37-44) |
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last update: 2008-02-19 |