Jean Vanier

1928 Jean Vanier wird am 10. September in Genf als Sohn des späteren Generalgouverneurs von Kanada, Georges Vanier, geboren. Er verbringt seine Jugendjahre in England und Frankreich. Mit fünfzehn Jahren tritt er in die Marine ein und leistet als zwanzigjähriger Offizier Dienst auf dem kanadischen Flugzeugträger Magnificent. Seine dortige Laufbahn beendet er 1950 zugunsten eines Studiums der Philosophie.

1962 Nach Abschluss des Studiums mit dem Doktorat folgt eine kurze Lehrtätigkeit am St.Michaels College der Universität Toronto.

1963 Jean Vanier besucht verschiedene Anstalten bei Paris und kommt das erste Mal mit Menschen mit einer geistigen Behinderung in BerĂĽhrung.

1964 Im August gründet er mit Père Thomas Philippe die erste Archegemeinschaft in Trosly-Breuil, einem kleinen Dorf nahe Compiègne, Frankreich.

1965 Im März übernimmt Jean Vanier die Leitung des Behindertenheimes Val Fleuri. Es leben dort 32 Männer mit einer geistigen Behinderung. Das Val Fleuri wird in einen Verbund mehrerer Hausgemeinschaften überführt, in denen „Behinderte“ und „Nichtbehinderte“ miteinander leben. Die Arche-Bewegung entsteht.

1969 Gründung der ersten Archegemeinschaften ausserhalb Frankreichs, „Daybreak“ in Toronto, Kanada und „Asha Niketan“ in Bangalore, Indien.

1970er Eine Struktur und gemeinsame Leitlinien werden entwickelt. Es entsteht als wichtige Grundlage die Charta der Gemeinschaften der Arche.

1981 Jean Vanier nimmt ein Sabbatjahr und übergibt seine Verantwortungsfunktion. Seither gibt er seine Erfahrungen im Zusammenleben mit geisting behinderten Menschen weltweit in Vorträgen und Veröffentlichungen weiter. – Jean Vanier lebt bis heute in einer Gemeinschaft in Trosly-Breuil.